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Interview mit Markus Fuchs, Engineering Manager bei XEMPUS

12. January 2022 Free

Autor: Stefan Matern

Als Software-Engineer für Unternehmen A oder Unternehmen B zu arbeiten, das macht doch keinen Unterschied. Oder doch? Engineering Manager Markus Fuchs erklärt, was an XEMPUS besonders ist und welche Freiheiten sich den Engineers bieten.

XEMPUS: Fangen wir doch zunächst mit den Basics an. Was für Rollen gibt es in der Entwicklung bei uns?

Zunächst hätten wir da die Programmierer im Backend. Die arbeiten mit Algorithmen und an den Schnittstellen, mit denen wir Versicherer an unsere Plattform anbinden. Sehr vereinfacht kann man sagen „sie arbeiten an allem, was man nicht sieht“. Die gesamte event-getriebene Kafka-Kommunikation im Hintergrund, das ist alles Backend.

Im Frontend haben wir es mit der UI zu tun. Analog zum vorherigen Beispiel würde ich sagen, sie bearbeiten „alles, was zu sehen ist“.  Hier arbeiten wir mit dem Framework Vue.js. Die Herausforderung für Entwickler liegt darin, die User-Sicht einzunehmen. Wir haben hier ein starkes UX Team, das sich Gedanken darüber macht, wie der Flow für die User ist und ob die User gut geführt werden. Mit ihnen stimmen sich die Entwickler eng ab, damit der User-Flow nicht nur gut verstanden ist, sondern eben auch die eigenen Ideen mit einfließen. Da arbeiten wir sehr eng zusammen und die Teams sind gut vernetzt.

Dann gibt es gesamten Bereich des Testens und der Test-Automation. Im unteren Bereich der Testpyramide wären die Unit-Tests, die schreiben die Entwickler selbst. Im oberen Bereich sind wir dann bei Business-Tests, die den ganzen Workflow über die gesamte Plattform hinweg auf korrekte Funktion hin absichern. Diese Business-Tests werden von unseren Test Engineers entwickelt. Das alles ist in gewissem Sinne unsere Qualitätssicherung, damit ungewollte Seiteneffekte bei der Entwicklung automatisch erkannt werden und behoben werden können, bevor die Software an den Kunden ausgerollt wird.

Wenn es um das Ausrollen der neuen Features geht kommen die DevOps-Engineers ins Spiel. Das sind die Kolleginnen und Kollegen, die automatisierte Deployment-Pipelines zur Verfügung stellen, damit die Software effizient auf Knopfdruck dem Kunden zur Verfügung gestellt werden kann. Skripte im Rahmen der Automatisierung, das Monitoring unseres Systems, die Programmierung und Konfiguration dieses sogenannten Infrastructure-As-Code Prinzips, das machen die DevOps. Wartungsarbeiten an externen Libraries und Tools runden die Aufgabe ab.

Alle diese Disziplinen arbeiten in sogenannten Scrum-Teams und teamübergreifend in Chapters zusammen. Kurze Kommunikationswege und schnelle Entscheidungen sind somit möglich. Die Engineering-Teams bei XEMPUS genießen eine hohe Entscheidungsfreiheit, mit der natürlich auch viel Verantwortung einhergeht.

Warum ist XEMPUS in der Entwicklung ein attraktiver Arbeitgeber?

Aus meiner Erfahrung motiviert es Programmierer immer, wenn sie aktiv mitdenken dürfen und ihre Stimme Gewicht im Unternehmen und Einfluss auf die Produkte hat. Beides steht für XEMPUS absolut im Zentrum und drückt sich in unseren Firmenwerten aus. Sicher gibt es da noch Potential, aber wir arbeiten kontinuierlich daran und das war und ist stets unser Anspruch.

Wir suchen bewusst Engineers, die nicht nur in der Lage sind, zu coden. Sondern sie sollen Dinge und Anforderungen hinterfragen und eigene Ideen einbringen. Wir suchen Menschen, die ihren Kopf einschalten.

Außerdem arbeiten Menschen überall dann besonders motiviert, wenn ihre Arbeit einen erfahrbaren Sinn hat. Wir machen Altersvorsorge einfach und leisten damit aktiv etwas für die Verbesserung der Gesellschaft.

Last but not least setzen wir in unserer täglichen Arbeit Technologie ein, die „state of the art“ ist. Im Engineering ist es für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer ein Reiz mit den besten und neuesten Technologien zu arbeiten. Das sind wir bei XEMPUS ziemlich weit vorne dabei, z.B. haben wir entschieden, für unser neuestes Projekt auf Kotlin zu setzen.

Viele Unternehmen behaupten „agil“ zu arbeiten, nach welchen Methoden arbeitet ihr genau?

Wir haben agile Prozesse, die über die ganze Organisation gehen und sind somit durchgehend „beweglich“ – nichts Anderes bedeutet agil ja. Durch verschiedene Go-Live Termine oder unvorhersehbare Dinge, die wir schnell lösen müssen, sind wir automatisch gezwungen beweglich zu sein. Wo wir noch besser werden können ist der Punkt, Nutzer-Feedback in unsere Backlogs einfließen zu lassen. In meinem Verständnis bedeutet agil vor allem, auf den Markt und seine Bedürfnisse schnell zu reagieren und das Produkt anzupassen. Da sind wir historisch bedingt noch nicht so weit, wie wir gerne wären, aber wir sind dran.

XEMPUS hat als Unternehmen die sehr gute Eigenschaft, sich mit offenem und ehrlichem Blick mutig selbst zu begegnen. Herausforderungen werden nicht unter den Tisch gekehrt, sondern auf Grundursachen analysiert und dann arbeiten wir alle daran, Verbesserungen umzusetzen. Bei uns ist nichts in Stein gegossen und es gibt keine verkrusteten Strukturen. Wir sind also salopp gesagt das Gegenteil von „das haben wir immer schon so gemacht“. Auf der anderen Seite muss man natürlich zugeben, dass der perfekte Zustand nicht über Nacht zu erreichen ist. Außerdem ändert sich die Welt sowieso ständig, so dass „beweglich“ bleiben eine wichtige Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit von XEMPUS ist.

Beweglich war XEMPUS zuletzt auch durch die Pandemie. In einer gemeinsamen Entscheidung aller Menschen bei XEMPUS hat das Unternehmen mobile work eingeführt, wie funktioniert das über drei Standorte hinweg?

Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass uns die Pandemie hier sehr geholfen hat. Durch mobile work und die Notwendigkeiten, die entstanden sind, arbeiten wir heute über die drei Standorte enger und besser hinweg als je zuvor. Jedes Team bei uns entscheidet selbständig, wann und wie oft sie im Büro sein möchten. Ein Großteil der Arbeit findet also nicht mehr im Büro statt. Es gibt digital sehr viel Austausch, z.B. mit meinen beiden Engineering Manager Kollegen. Außerdem haben wir verschiedene digitale Formate, damit der wichtige informelle Austausch an der Kaffeeküche nicht verloren geht.

Was würdest Du aktuell als größte Herausforderung für das XEMPUS Engineering beschreiben?

Wir haben eine hervorragende Marktposition und einen wirklich großen Markt da draußen. XEMPUS hat verstanden, dass wir dieses Potential nutzen wollen und können. Wir haben die Produkte und Ideen und brauchen gute Leute, das alles umzusetzen. Insofern ist unsere Herausforderung, diese guten Leute zu bekommen und mit guten Onboarding-Prozessen schnell zu befähigen. Gleichzeitig geht mit schnellem Wachstum auch die Gefahr einher, dass gegebene Strukturen nicht mehr passen. Bei Letzterem bin ich jedoch sehr zuversichtlich, da die XEMPUS wie schon erwähnt, ein bewegliches Unternehmen ist.