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Budget schonen, Mitarbeitende halten: die bAV als Top-Benefit
Was Arbeitnehmende wirklich wollen, um zufrieden im Job zu sein.

29. March 2021 Free

Autor: Michael Suck Foto: iStock

Benefits, also Nebenleistungen zum Gehalt, sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motivieren und in der Firma halten. Doch HR-Profis müssen umdenken: Immer gefragter sind maßgeschneiderte, flexible Boni mit Zukunftsaussichten – allen voran die betriebliche Altersvorsorge.

Was wollen Arbeitnehmende?

Was wollen eigentlich Arbeitnehmende, um zufrieden im Job zu sein – außer Geld? Eine schwierige Frage, auf die „mehr Geld“ eben nicht die simple Antwort ist. Im Gegenteil: Gehaltsboni können den Betriebsfrieden gefährden und sogar Fehlanreize setzen. Es gibt zahlreiche Branchen, die das in den letzten Jahren schmerzlich erfahren haben.

Andere (Neben)Leistungen sind dagegen längst nicht mehr so beliebt, wie man glaubt. Das hat eine aktuelle repräsentative Studie des Jobportals StepStone herausgefunden. So werden etwa die bei jungen Start-ups so beliebten Freizeitangebote wie Kicker oder Spielkonsolen in Wirklichkeit von gerade mal 1,2 Prozent der Arbeitnehmer goutiert. Und selbst „Klassiker“ wie ein Firmen-Smartphone (7,7 Prozent) oder Mitarbeiter-Events (10,3 Prozent) stehen nicht sonderlich hoch im Kurs.

Warum die bAV der populärste Benefit ist

Dagegen möchte fast die Hälfte der Angestellten nur zu gern von einer betrieblichen Altersvorsorge profitieren ­ – das sind knapp 2,5-mal mehr, als sich etwa über einen Dienstwagen freuen.

Und dann ist da noch der steuerliche Vorteil, von dem beide Seiten – Arbeitgeber und Arbeitnehmende – etwas haben. Der Gesetzgeber hat hier in mehreren Schritten die bAV immer interessanter gemacht. Derzeit können vom Gehalt bis zu acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Gesetzlichen Rentenversicherung (West) für eine betriebliche Altersvorsorge steuerfrei umgewandelt werden. Nach der gleichen Berechnung sind vier Prozent sogar sozialabgabenfrei.

Win-win: So sparen Arbeitgeber auch noch Geld

Davon profitiert wiederum der Arbeitgeber, der geringere Sozialabgaben abführt, auch wenn er in der Regel pauschal einen Teil dieser Ersparnis an die bAV des Mitarbeiters oder der Mitarbeiterin weitergeben muss (15 Prozent des umgewandelten Entgeltes).

HR-Abteilungen können somit offensiv damit werben, dass Sie ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei der Altersvorsorge unterstützen – und dabei steuerlich sogar noch sparen. Die Angestellten wiederum können darauf vertrauen, dass sie im Alter etwas davon haben, wenn sie dem Unternehmen treu bleiben. Und der teure Dienstwagen bleibt lieber in der Garage – beim Händler.

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